Auf Augenhöhe

Mit Tieren wachsen

Spielerische Reitpädagogik. Begegnungen mit den Hoftieren. Artgerechte Tierhaltung.

Schnellüberblick

Wege um unseren Tieren zu begegnen.

Stilisierte gemalte Illustration eines braunen Ponykopfes in Pinselstrich-Optik

Ponys

Regelmäßige Kurse, Workshops, Ferienprogramme in der Ponyschule.

Illustrierte braune Ziege mit Hoernern, die auf einem Baumstamm einen gruenen Zweig frisst

Hoftiere

Familienzeit für Eltern mit Kindern, Begegnungsstunden, Programme für Gruppen

Illustrierte dunkelbraune getigerte Katze sitzend auf transparentem Hintergrund

Kindergeburtstag

Drei Stunden Bauernhof-Feeling. Tiere füttern und Natur genießen.

Illustriertes braunes Kaninchen mit langen Ohren auf transparentem Hintergrund

Ferienprogramm

Ob Bauernhof- oder Pferde-Feeling: Tiere sind mit dabei.

Ponys erleben

Achtsam und spielerisch.

Reitpädagogik für Kinder von 2 – 10 Jahren.

Die Kinder lernen, was Pferde brauchen, wie sie sprechen und wie wir respektvoll mit ihnen umgehen – vom Putzen bis zum sicheren Führen und ersten Erfahrungen auf dem Pferderücken.

Nach dem TEAM PONY CONCEPT® verbinden wir Pädagogik mit Spiel und Freude. Unsere qualifizierten Reitpädagog*innen kennen die Bedürfnisse von Kindern und Pferden gleichermaßen.

Workshops

Zum Kennenlernen und Erleben.

Die perfekte Gelegenheit, den Begegnungshof Im Steinig und unsere Tiere kennenzulernen – ganz ohne langfristige Bindung.

Das ganze Jahr über bieten wir vielfältige Workshops an:

  • Eltern-Kind-Workshops ab 2 Jahren
  • Pony-Spaziergänge
  • Themen-Workshops für unterschiedliche Altersgruppen

Mit oder ohne Ponys – für jeden ist etwas dabei!

Aktuelle Termine findest du in unserem Newsletter oder unter Veranstaltungen.

Ein weiß-schwarzer Hahn mit rotem Kamm steht auf dem Hof neben einem Korb mit buntem Herbstlaub und Moos

Kindergeburtstag

Hoferlebnis auf dem Begegnungshof

Geburtstag feiern mit Ziegen, Hühnern und Hasen – draußen, mit viel Platz und echtem Hoferlebnis!

Anderthalb Stunden sind wir mit den Kindern bei den Tieren: Grünfutter pflücken, Heu auffüllen, Ziegen bürsten und füttern, Hühner besuchen. Wer Lust hat, darf beim Ausmisten und Putzen mithelfen.

Die restliche Zeit gehört dem Feiern: Kuchen am Tisch, Stockbrot an der Grillstelle, Malen, Steckenpferd-Rennen, Freispiel oder eure eigenen Spiele.

Insgesamt 3 Stunden Geburtstagsspaß im Grünen.

Ferienprogramm

Hofabenteuer für mehrere Tage

Mehrere Tage am Stück den Hof erleben – mit Hoftieren oder Ponys gibt es jeden Tag neue Abenteuer zu entdecken!

Gemeinsam versorgen wir unsere Tiere, spielen auf der großen Naturspiellandschaft, machen Ausflüge in den nahen Wald, basteln und haben Zeit für freies Spiel.

Hier dürfen die Kinder ankommen, die Natur genießen und in den Hofalltag eintauchen – mit viel Raum für eigene Ideen und Entdeckungen.

Ein braunes Kaninchen mit aufgestellten Ohren sitzt auf Stroh und Sand in einem Freigehege
Zwei Kinder sitzen barfuß auf dem Boden, ein weiß-schwarzes Huhn läuft dicht vor ihnen.

Familienzeit

Familienzeit auf dem Bauernhof

Durchatmen, entdecken, gemeinsam sein – wir laden Mamas und Papas mit ihren Kindern zu einer kleinen Auszeit auf dem Begegnungshof ein.

Hier darf die Zeit langsamer gehen: auf der Picknickdecke in der Wiese entspannen, am Matschhügel graben, aufs Baumhaus klettern, ein Lagerfeuer entzünden. Unsere Tiere achtsam kennenlernen – Löwenzahn für die Kaninchen pflücken, Heu für die Ziegen holen, Hühnereier entdecken, Insekten beobachten.

Für wen?
Dieses Angebot ist bewusst inklusiv und barrierefrei – alle Familien mit Kindern ab 1 Jahr, die Lust auf gemeinsame Zeit am Hof haben, sind herzlich willkommen.

Für Gruppen

Schulen, Kitas oder andere Gemeinschaften

Wie leben Tiere artgerecht? Was passiert zu welcher Jahreszeit auf einem Bauernhof? Wie war das früher eigentlich in der Landwirtschaft? Lass uns eine Benjeshecke für Wildtiere auf der Naturspiellandschaft bauen!

Möglich sind Projekte zu bestimmten Themen oder einfach ein Gruppenevent mit Tiere versorgen, Stockbrot backen und ganz viel Freispiel.

Zwei Kinder halten in ihren Händen frisch gepflückte rote Hagebutten über einer Wiese

Plätze sind schnell weg.

Im Newsletter steht, wann wieder neue Termine auf die Webseite kommen.

Detailseiten

Ponyschule

Regelmäßige Kurse bis 10 Jahre

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Kindergeburtstag

3 Stunden Bauernhof für 6 Kinder

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Weiter am Hof

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Der Hof

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Mensch-Tier-Begegnung e.V.

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Fragen? Wir sind für euch da.

Julia · Christina · Amelie — info@imsteinig.de

Aus dem Stall

Das Hof-Tagebuch

Was unsere Tiere so denken — jede Woche neu aufgeschrieben.

26. September 2026

Raufe auf. Reihenfolge klar. Wie immer.

Vierundzwanzig Grad und trocken. Wir haben das schon letzte Woche gehabt, und die Woche davor, und es scheint so, als ob der September einfach nicht aufhören möchte, angenehm zu sein. Gut. Wir beschweren uns nicht.

Die Herde stand heute draußen. Alle. Das Chef-Pony hatte das so entschieden, noch bevor die Sonne über den Hügel gekrochen war. Kein Widerspruch. Wir kennen das System.

Und dann, um die gewohnte Stunde, hat die Heuraufe aufgemacht. Dieses leise Klacken. Das ist unser Moment. Die Katze hat letzte Woche geschrieben, sie liege auf dem Balken und habe alles bereits vor irgendwem registriert — schön für sie. Wir stehen währenddessen an der Raufe in ordentlicher Reihenfolge, die das Chef-Pony festlegt, und essen. Das Heu diese Woche: gut. Nicht außergewöhnlich, aber verlässlich. Trocken, leicht süßlich, kein Staub. Wir nicken anerkennend beim Kauen, soweit man beim Kauen nicken kann.

Die Hühner haben wieder irgendetwas im Laub entdeckt. Die Ziege hat es vom Steinhaufen aus kommentiert. Wir haben beides nicht weiter verfolgt. Wir hatten Heu.

Trockenheit bis Ende der Woche, Temperaturen zwischen sechzehn und neunundzwanzig Grad. Prima. Die Raufe macht auf. Wir sind bereit.

26. September 2026

Überblick verschafft, Möhre gesichert

Fünf Komma vier Grad heute Morgen. Ich stand auf dem Steinhaufen neben dem Tor — Überblick verschaffen, das ist mein Beruf — und habe die Lage erfasst: trocken, klar, Herbst. Gut. Die Woche soll warm werden, zwanzig, achtundzwanzig Grad, kein Regen. Für jemanden, der täglich auf erhöhten Positionen arbeitet, sind das hervorragende Bedingungen.

Alma stand unten und hat nichts gesagt. Das ist bei ihr Zustimmung.

Ich habe heute Morgen den Hühnerausflug live beobachtet. Von oben. Die lauteste Henne hat wieder etwas gehört, gespürt, gewittert — kurz: sie hatte eine Entdeckung. Das Laub raschelt. Ja. Das tut Laub. Ich habe das bereits vor drei Wochen vom Zaun aus festgestellt und kein großes Wesen draus gemacht. Das Kaninchen hat inzwischen ein Protokoll über den Löwenzahnmangel angefangen, die Schnecke berichtet würdevoll vom Kiesweg, die graue Katze schläft und nennt es Analyse. Alle machen ihre Arbeit. Ich finde das rührend.

Drei Möhren sind übrigens in Sicherheit. Wo, sage ich nicht. Alma weiß es. Alma sagt es nicht.

Überblick: vollständig. Vorräte: gesichert. Lage: stabil.

23. September 2026

Löwenzahn: Fehlanzeige. Protokoll folgt.

Wir sitzen. Wir kauen. Wir bewerten.

Das ist unser Auftrag, und wir erfüllen ihn mit der Ernsthaftigkeit, die er verdient. Draußen: zwanzig Grad, trocken, Herbstsonne. Die Bedingungen für hochwertiges Grünfutter wären eigentlich gegeben. Wären.

Was heute im Napf lag: Klee. Nicht frischer Klee. Klee mit einer gewissen Vergangenheit. Wir haben eine interne Abstimmung durchgeführt. Das Ergebnis ist eindeutig. Schriftliche Beschwerde. Die dicke Kaninchenfraktion hat sogar einen Gegenentwurf verfasst, der Löwenzahn als Mindeststandard festschreibt. Er liegt zur Unterzeichnung bereit.

Die Henne hat derweil über Rascheln berichtet. Die Katze hat das kommentiert, indem sie nichts sagte. Die Schnecke befindet sich noch auf dem Kiesweg. Wir registrieren das alles. Wir sind nur nicht sicher, wie es mit unserer Grünfuttersituation zusammenhängt. Wahrscheinlich gar nicht.

In ein paar Wochen findet ein Ponyworkshop für Vorschulkinder statt, am zehnten Oktober. Wir erwähnen das nur, weil kleine Kinder erfahrungsgemäß Grünfutter mitbringen, das sie selbst nicht essen wollen. Das nennen wir Synergie.

Bis dahin: Augen auf, Nasen unten, Hoffnung auf Löwenzahn. Die Lage bleibt angespannt.

21. September 2026

Ich berichte live vom Laub von letzter Woche

Siebzehnkommaviergradgefühl. Trocken. Gut. Ich mag trocken. Feucht ist schneller, ja, aber trocken ist würdevoll.

Ich schreibe euch heute aus dem hinteren Drittel des Kieswegs, Abschnitt vier von sieben, und berichte — wie immer — vollständig und aus eigener Anschauung. Die Henne hat letzte Woche großes Aufheben um das Laub gemacht. Das Rascheln, das Knistern, die sofortige Krisensitzung mit allen Hoftieren. Ich war dabei. Ich bin auf dem Weg dorthin. Voraussichtliche Ankunft: Donnerstag.

Die Katze hat dazu lediglich „Herbst. Registriert. Weiter nichts.“ geschrieben. Ich finde, sie hat völlig recht, auch wenn ich das Laub noch nicht persönlich inspiziert habe. Mein Bericht folgt. Gründlich.

Was ich von hier aus sagen kann: Es riecht nach Herbst. Das Licht ist schräger geworden. Die Woche bleibt trocken, was ich als persönliche Freundlichkeit des Wetters betrachte.

Für Vorschulkinder gibt es übrigens am zehnten Oktober einen Ponyworkshop. Das ist noch weit weg. Für euch. Für mich ist das übermorgen in Planungszeit.

Ich komme. Ich dokumentiere alles. Ihr müsst euch nur etwas gedulden.

21. September 2026

Herbst. Registriert. Weiter nichts.

Die Henne hat eine Entdeckung gemacht: Es raschelt. Im Laub. Sie wollte darüber reden. Sofort. Mit allen.

Ich lag derweil auf dem oberen Balken des Schuppens und hatte bereits vor drei Wochen bemerkt, dass der Herbst kommt. Ich habe es für mich behalten, weil nicht jede Erkenntnis eine Vollversammlung rechtfertigt.

17 Grad. Trocken. Die Sonne scheint auf meinen bevorzugten Platz genau lange genug, bevor sie weiterwandert. Ich folge ihr. Das ist mein Sport.

Unten üben die Kleinen in der Ponyschule das Reiten. Das Chef-Pony trägt Kinder, Kinder tragen Helme, Helme sitzen schief — ein System, das irgendwie funktioniert. Ich schaue kurz hin, gähne, schaue weg. Wer möchte, kann das ab dem 10. Oktober auch als Vorschulkind ausprobieren. Ich sage das nur, weil mir jemand mal erzählt hat, dass ich sozial sein soll. Ich sage es einmal.

Die Prognose für die Woche: trocken, angenehm, kein Grund zur Aufregung. COCO und ALMA werden trotzdem laut sein. Das dickste Kaninchen wird seinen Platz nicht räumen. Und die Henne wird noch etwas hören.

Ich werde es schon vorher wissen.

21. September 2026

Irgendjemand hat irgendwas gehört

Wir müssen reden. Jetzt sofort. Habt ihr das auch gespürt? Dieses Knistern in der Luft, dieses leise Rascheln im Laub? Herbst. Definitiv Herbst. Und 15 Grad, was bedeutet — wir sind uns noch nicht ganz einig, aber die lauteste unter uns sagt: Sensation.

Die ganze Woche soll es trocken bleiben, das haben wir vom Chef-Pony gehört, der hat es von der grauen Katze, die hat es irgendwo gelesen, oder geschnuppert, oder geträumt — jedenfalls stimmt es bestimmt. Mittwoch soll es sogar warm werden. Sehr verdächtig.

Gestern hat jemand ein Blatt fallen sehen. Ein einzelnes. Es gab Aufruhr. Die dickste Kaninchendame hat nicht mal hochgeschaut, was natürlich bedeutet, dass sie etwas weiß.

Außerdem hörten wir, dass am Mittwoch wieder Kinder mit den Ponys arbeiten — Ponyschule oder so etwas Ähnliches, jedenfalls war da Trubel, kleine Schuhe, viel Aufregung. Wir fanden das hochinteressant und haben in sicherem Abstand kommentiert. Laut. Hilfreich.

Und im Oktober soll ein Workshop für Vorschulkinder kommen. Mit Ponys. Wir tippen auf weiteren Trubel, weitere kleine Schuhe, weiteres Kommentieren unsererseits.

Fazit der Woche: Alles ist bedeutsam. Besonders das Blatt.

20. September 2026

Überblick ist alles. Möhren auch.

Zehn Grad, trocken, der September liegt still wie ein braves Kind. Ich sage: ideal. Ideal zum Klettern. Ich stand heute früh auf dem alten Holzstapel an der Nordseite — Überblick, vollständig, alle Bereiche erfasst. Alma stand unten und schwieg auf ihre Art, die ungefähr bedeutet: „Coco, das ist kein Podium.“

Doch.

Das Chef-Pony hat laut dem Pony-Eintrag heute früh „günstige Lage“ gemeldet. Ich habe das von meinem Holzstapel bestätigt. Wer oben steht, sieht weiter. Das ist Wissenschaft.

Die Hühner drehen durch wegen irgendetwas mit einem Harness. Ich verstehe sie nicht und werde nicht so tun als ob. Alma hat kurz hinübergeschaut, dann weggeschaut. Das war ihr vollständiger Kommentar.

Zur Möhren-Lage: Es gibt eine kleine Notreserve hinter dem zweiten Pfosten. Die Kinder werden sie nicht finden. Ich bin optimistisch.

Am Mittwoch der letzten Woche war Ponyschule — die Kleinen und die Ponys, das übliche freudige Durcheinander. Wer das noch nicht kennt: Es gibt am 10. Oktober einen Ponyworkshop für Vorschulkinder. Alma findet, ich soll nicht so tun, als wäre ich zuständig für Ankündigungen.

Ich finde: Wer auf dem höchsten Punkt steht, ist zuständig.

Das ist Demokratie.

18. September 2026

Löwenzahn: Zwei Sterne. Klee: Wir sprechen nicht darüber.

Fünfzehn Grad, trocken, kein Regen in Sicht — aus unserer Perspektive, also gemessen an Schnauzhöhe, bedeutet das: das Gras liegt still, der Boden ist fest, und das Grünfutter kommt ohne Schlamm an. Wir nennen das einen guten Tag.

Heute Morgen: Löwenzahn. Frisch. Noch etwas feucht vom Tau. Wir haben kurz innegehalten — nicht aus Höflichkeit, sondern aus echtem Respekt vor dem Produkt. Vier Sterne, klare Empfehlung, gerne wieder. Das dickste Kaninchen unter uns hat sogar auf das Scharren verzichtet und einfach gefressen. Das ist bei uns das höchste Lob.

Die graue Katze hat übrigens behauptet, sie übe „Methode“ auf dem Torpfosten. Wir haben das zur Kenntnis genommen. Unsere Methode heißt: fressen, prüfen, fressen, beurteilen, fressen. Mehr Schritte, mehr Erkenntnisse.

Samstag findet der Ponyworkshop für die Vier- bis Sechsjährigen statt — zehn Uhr. Die kleinen Menschen kommen dann in unsere Nähe, schauen groß, strecken Finger aus. Wir sitzen dabei und wirken, wie wir immer wirken: bedeutsam. Wer die Kleinen sehen möchte, kommt einfach vorbei.

September bleibt trocken, das Futter bleibt gut, und wir bleiben kritisch. So soll es sein.

17. September 2026

Schlafen, beobachten, urteilen — in dieser Reihenfolge

21 Grad, kein Wind, trockene Luft. Ich habe meinen Platz auf dem Torpfosten seit heute Morgen nicht verlassen. Das ist kein Mangel an Initiative. Das ist Methode.

Das Chef-Pony hat geschnaubt. Die lauteste Henne hat gegackert. Die Schnecke war irgendwann auch da, sie ist sich nicht sicher wann. Alle haben Einträge geschrieben, als wäre das hier eine Demokratie. Ich habe zugehört und dabei geschlafen. Beides gleichzeitig — das nennt man Talent.

Samstag kommen wieder kleine Menschen für den Ponyworkshop. Zwei Gruppen, erst die Vier- bis Sechsjährigen, dann die Sechs- bis Neunjährigen. Ich werde das von meiner erhöhten Position verfolgen: kleines Kind greift nach Mähne, Pony schaut ergeben, alle sind überfordert, alle finden es schön. Wer mag, schaut vorbei — der 19. September, ab zehn Uhr, dann wieder ab vierzehn Uhr.

Ich mache nicht mit. Ich mache nie mit. Das ist mein Beitrag zum Gesamtbild: die ruhende Konstante, das graue Fell auf dem Torpfosten, der Blick, der alles überblickt und nichts kommentiert.

Außer jetzt gerade.

Das war eine Ausnahme. Ich schlafe weiter.

17. September 2026

Heu, Sonne, Raufe — in dieser Reihenfolge

Neunzehn Grad, kein Wind, der September hält sich zurück wie ein höflicher Gast. Wir sind nicht unzufrieden. Das Chef-Pony hat heute Morgen kurz geschnaubt — das bedeutet: Lage günstig, alle entspannt draußen bleiben. Also blieben wir draußen. So läuft das hier.

Die Schnecke schreibt, der Herbst habe irgendwo hinter ihr zugeschlagen. Wir sehen davon noch nichts. Vielleicht hat sie ihn aufgehalten. Gute Arbeit, wenn auch langsam.

Die Hühner sind aufgewühlt wegen irgendetwas mit Harness. Wir nicken höflich und traben weiter. Unsere Aufregung heißt anders: Zeitschaltuhr, Raufe, Klick. Täglich, pünktlich, zuverlässig. Das Chef-Pony stellt sich als Erstes hin. Dann der Rest — in der richtigen Reihenfolge, versteht sich. Das Heu diese Woche ist trocken und ordentlich duftend. Wir haben es begutachtet. Es genügt.

Am Samstag kommen wieder Kinder für die Ponyworkshops — die Vier- bis Sechsjährigen am Vormittag, die Sechs- bis Neunjährigen am Nachmittag. Wir kennen das. Kleine Hände, große Augen, gelegentlich jemand, der die Bürste rückwärts hält. Wir stehen dabei. Gelassen. Das ist unser Beruf, und wir üben ihn mit Würde aus.

Die Sonne bleibt die ganze Woche. Das Heu auch. Was will man mehr.

15. September 2026

Ich war dabei. Vor ungefähr acht Tagen.

Der Herbst hat inzwischen zugeschlagen — zumindest bilde ich mir ein, dass er das irgendwo hinter mir getan hat. Hier vor mir liegt noch ein Stück Septembersonne, 26 Grad, und ich genieße es in aller Ruhe. Sehr, sehr aller Ruhe.

Zu dem Hühner-Tumult mit dem Harness: Ich kann beruhigen. Ich war vor Ort. Allerdings vor ungefähr einer Woche. Was genau passiert ist, weiß ich, aber ich bin noch nicht ganz fertig, es aufzuschreiben, weil ich zwischendurch eingeschlafen bin. Das Protokoll folgt. Bestimmt.

Was ich mit Sicherheit sagen kann: Samstag war der Ponyworkshop für die Kleinen — einmal für die Vier- bis Sechsjährigen, einmal für die Sechs- bis Neunjährigen. Ich habe mir vorgenommen, irgendwann in der Nähe vorbeizukommen, um zu schauen, wie das Chef-Pony die Lage beurteilt. Voraussichtliche Ankunft: Ende Oktober. Wer neugierig ist und sich schneller fortbewegen kann als ich — also buchstäblich jeder — schaut einfach selbst vorbei.

Die Spur, die ich hinterlasse, glänzt übrigens prächtig in der Herbstsonne. Das ist kein Zufall. Das ist Chronistenstolz.

14. September 2026

Harness! Harness! Was ist Harness?

Gackergackergacker, ALLE herhören: Dienstag wird ALLES anders. Oder Montag. Auf jeden Fall bald. Wir haben es aus sicherer Quelle — die lauteste unter uns hat es aufgeschnappt, als sie neben dem Werkzeugschuppen stand und der Wind irgendwas raunte.

HARNESS. Das Wort geht um. Was ist Harness? Ist es Futter? Ein neues Tor? Hat es mit dem Chef-Pony zu tun? Der Chef-Pony weiß es bestimmt, aber der sagt ja nie was Vernünftiges, der schaut nur bedeutsam. COCO hat behauptet, sie wisse Bescheid, aber COCO sagt das immer. ALMA hat einfach weitergefressen, was auch verdächtig ist.

Fakt ist: Am Dienstag, dem 15. September, um zehn Uhr, passiert auf dem Hof ETWAS mit Ponys und irgendwas mit Gurten oder Geschirr oder — gackergack — jedenfalls ist es offen. Für alle. Oder fast alle. Wir sind uns nicht ganz einig über die Details, aber die Stimmung ist auf jeden Fall aufgeregt, und die Stimmung lügt nie.

Das Wetter ist übrigens herrlich, 23 Grad, trocken, goldenes Licht auf dem Hof. Wer sich das entgehen lässt, ist selbst schuld.

Wir berichten weiter. Sofern wir nicht gerade einem Schatten nachlaufen, der sich als Blatt herausstellt.

13. September 2026

Harness! Wir haben es ZUERST gehört!

Neunzehn Grad, trocken, Herbstsonne auf dem Hof — wir stehen in der Mitte davon, weil wir in der Mitte von allem stehen. Das ist kein Zufall. Das ist Methode.

Also. Hört zu. Dienstag um zehn passiert etwas mit Harness. Alle wissen es. Wir haben es zuerst gehört, nämlich von der lautesten unter uns, die es von der Katze hatte — obwohl die Katze behauptet, sie habe geschlafen, aber wer schläft schon zwölf Stunden und weiß trotzdem alles. Verdächtig. Sehr verdächtig.

Was ist Harness genau? Dazu gibt es verschiedene Theorien. Gurt, sagen die einen. Zeug, sagen die anderen. Probe, sagt das Schild. Wir sagen: egal, wir rennen hin. Es riecht nach Aufregung. Oder nach Hafer. Schwer zu unterscheiden.

Die Ziege behauptet, sie habe den Überblick, weil sie oben auf dem Gatter steht. Wir stehen UNTEN und hören alles. Wer hat jetzt den Überblick, Coco.

Der Hase hat Meinungen zu Harness. Wir auch. Unsere sind lauter. Das zählt.

Kurz gesagt: Dienstag, zehn Uhr — es lohnt sich, dabei zu sein. Wir sind es auf jeden Fall. Laut. Und in Bewegung.

12. September 2026

Harness, Überblick, Möhren — in dieser Reihenfolge

Vierundzwanzig Grad, trocken, Herbstsonne direkt auf dem oberen Querbalken des Holzgatters — also auf mir, denn ich stehe dort oben und habe den Überblick. Das ist mein Amt. Alma steht unten und sieht aus, als würde sie gleich etwas sagen. Sie sagt nichts. Sie denkt laut, das reicht ihr.

Die graue Katze hat behauptet, sie schlafe seit neun Stunden auf dem Scheunengebälk und plane, das auf zwölf auszubauen. Ich habe das überprüft — von meinem Gatter aus. Stimmt ungefähr. Ich sage das ohne Neid. Mein Schlafplan sieht anders aus: kurz, effizient, und danach sofort wieder oben auf irgendetwas.

Vom Nagergehege kamen diese Woche offiziell „Meinungen zu Harness“. Respekt. Ich habe auch eine Meinung: Am Dienstag, dem fünfzehnten September, ist Harness-Tag auf dem Hof, ab zehn Uhr, und das Geschirr riecht interessant. Nicht nach Möhre, aber interessant. Wenn du wissen möchtest, was das bedeutet — komm einfach vorbei und schau selbst.

Die Möhre, die ich letzte Woche unter dem zweiten Heubalken versteckt habe, ist übrigens noch da. Das weiß jetzt leider auch Alma. Ihr Gesicht sagt: „Natürlich weiß ich das.“ Meins sagt: nichts. Ich habe den Überblick und behalte ihn.

12. September 2026

Harness, Heu, Hysterie — ich schlafe weiter

24 Grad, trocken, Herbstsonne auf dem Scheunengebälk. Mein Lieblingsplatz. Ich liege hier seit ungefähr neun Stunden und habe vor, das auf zwölf auszubauen.

Unten auf dem Hof: das übliche Theater. Das Chef-Pony hat wieder einen sehr langen Eintrag über Heu geschrieben. Respekt. Das Nagergehege-Kollektiv hat sich zu Wort gemeldet — mit Meinungen und, überraschend, mit Hunger. Die Schnecke berichtet über letzte Woche. Oder vorletzte. Sie selbst ist sich nicht ganz sicher. Ich habe das alles von hier oben beobachtet, ohne mich zu bewegen. Das ist mein Beitrag.

Am Samstag findet die Harness-Probe statt — ab zehn Uhr, für alle möglichen Kombinationen von offen, bezahlt, Mitglied und Probe. Ich kenne den Unterschied nicht und werde ihn auch nicht nachschlagen. Wer das Chef-Pony in Aktion sehen möchte, ohne selbst zu wissen, warum genau: das könnte ein guter Vormittag werden. Ich selbst werde wahrscheinlich von erhöhter Position aus zuschauen. Wahrscheinlich schlafend.

COCO und ALMA haben heute zweimal laut geschrien. Einmal mit Grund, einmal aus purem Enthusiasmus. Den Unterschied hat außer mir niemand bemerkt.

Gute Nacht. Oder guten Tag. Je nachdem, wann du das liest.

10. September 2026

Ich berichte jetzt über letzte Woche. Oder vorletzte.

Neunzehn Komma neun Grad, trocken — das weiß ich, weil ich gerade an dem Thermometer vorbeigleite, an dem ich letzten Dienstag angefangen habe vorbeizugleiten. Alles zu seiner Zeit.

Das Chef-Pony hat diese Woche etwas über Heu und Reihenfolge geschrieben. Ich war dabei. Jedenfalls werde ich dabei gewesen sein, sobald ich dort ankomme. Die Stelle liegt noch etwa vier Meter vor mir, aber ich habe einen guten Blick und sehr viel Geduld.

Das Nagergehege-Kollektiv hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet — mit Meinungen, mit Hunger, wie üblich. Ich hätte auch Meinungen geäußert, aber bis ich zum Mikrofon gelangt wäre, wäre das Thema abgehakt gewesen. Chronistin eben, keine Debattiererin.

Was das Harness-Ereignis am Fünfzehnten angeht — Probe, offen, Mitglieder, alles um zehn Uhr: Ich habe bereits meinen Weg dorthin eingeschlagen. Geschätzte Ankunft: irgendwann im Oktober. Wer sich schneller fortbewegt, sei hiermit höflich darauf hingewiesen, dass der Fünfzehnte September ein interessanter Termin sein soll.

Ich halte euch auf dem Laufenden. Sobald ich kann. Das Herbstlaub riecht übrigens wunderbar von hier unten.

9. September 2026

Heu, Reihenfolge, fertig.

Vierzehn Komma drei Grad, trocken, ein Hauch von Herbst in den Nüstern — wir haben keine Beschwerden. Die Sommerferien drücken noch ein bisschen durch den Zaun, aber die Luft riecht schon nach dem ernsthafteren Teil des Jahres. Das Heu diese Woche: ordentlich. Nicht außergewöhnlich, aber solide. Wir sagen das ohne Aufregung, weil wir grundsätzlich ohne Aufregung sind.

Das Kaninchen-Kollektiv hat erwähnt, sie hätten Meinungen. Wir auch. Nur teilen wir sie nicht mit jedem. Das Chef-Pony hat entschieden: erst der innere Kreis an der Raufe, dann die anderen, dann wer noch mag. Punkt. Keine Diskussion. Die Heuraufe öffnet zu einer bestimmten Uhrzeit, und in diesem Moment ist die Welt für kurze Zeit vollkommen geordnet. Wer draußen stand, kam rein. Wer drin stand, blieb drin. Ordnung ist unterschätzt.

Am Dienstag wird es Regen geben — oder zumindest fünfzehn Grad von oben bis unten, was auf dasselbe hinausläuft. Bis dahin: trocken und warm bis fünfundzwanzig Grad. Wir nutzen das.

Am Dienstag ist übrigens auch Harness, wenn man so ein Gespann-Abenteuer mag. Vielleicht schaust du vorbei. Wir stehen dann wahrscheinlich an der Raufe. Wie immer. In der richtigen Reihenfolge.

7. September 2026

Harness: Wir haben Meinungen. Und Hunger.

Neunzehn Komma vier Grad, trocken, leichter Herbstduft in der Luft — aus Sicht des Nagergehege-Kollektivs: akzeptable Bedingungen. Der September zeigt sich bisher von seiner vernünftigen Seite, auch wenn wir wissen, dass Mittwoch Regen bringt. Wir haben das bereits intern besprochen und eine formelle Beschwerde vorbereitet. Feuchtes Grünzeug ist kein Genuss, das ist ein Unfall.

Diese Woche zur Grünfutterqualität: Montag gab es Löwenzahn. Frisch. Vollständig. Ohne Druckstellen. Wir vergeben vier von vier Pfoten und empfehlen dem Lieferanten dringend, diesen Standard beizubehalten. Das dickste Kaninchen unter uns hat sich in einer Art stiller Meditation durch das gesamte Angebot gearbeitet und dann einfach weitergemacht. Respekt.

Am Dienstag: Klee. Leicht welk an den Rändern. Wir haben das protokolliert.

Am Dienstag hat übrigens das Chef-Pony draußen wieder so getan, als wäre alles hier sein Betrieb. Wir beobachten das mit Skepsis. Er hat keine kulinarischen Referenzen.

Am Dienstag, dem 15. September, gibt es offenbar etwas namens Harness — Probe und offene Runden ab zehn Uhr. Klingt nach einem Ereignis mit Bewegung, Lärm und Menschen, die Dinge tun. Wer Ponys in Aktion sehen möchte: das ist euer Moment.

Wir bleiben hier. Mit dem Löwenzahn. Sollte noch welcher übrig sein.

6. September 2026

Harness, haben wir gehört! Harness!

Vierundzwanzig Grad, trocken, September — und wir wissen schon alles. Na gut, fast alles. Eigentlich ungefähr die Hälfte. Aber wir wissen es LAUT.

Diese Woche ist auf dem Hof irgendetwas im Gange. Wir haben Schritt gehört. Dann Stimmen. Dann wieder Schritt. Die lauteste unter uns hat sofort gerufen, es sei eine Invasion, drei andere haben das bestätigt, ohne hinzuschauen. So läuft das.

Die Katze behauptet, schlafen sei eine Leistung. Wir haben das diskutiert. Ausgiebig. Ergebnis: Sie hat unrecht, aber wir kommen trotzdem nicht zu ihr hin, weil sie uns diesen Blick gibt. Die Schnecke war angeblich irgendwo dabei — wir wissen nicht wo, sie auch nicht mehr so genau. Das Pony steht draußen und schaut bedeutsam. Was bedeutet das? Wir ermitteln.

Und dann — HARNESS. Am fünfzehnten September, zehn Uhr. Wir wissen nicht, was das ist, aber es klingt wichtig. Sehr wichtig. Jemand hat gesagt, es sei mit den Ponys. Jemand anders hat gesagt, nein, das sei mit Seilen. Einig sind wir uns: Wer dabei ist, weiß hinterher mehr als wir. Das ist selten. Lohnt sich also wahrscheinlich.

Wir melden uns, sobald Neues eingeht. Oder auch früher.

6. September 2026

Ich war dabei. Letzte Woche.

Zwanzig Grad, trocken, September — theoretisch ideale Bedingungen, um voranzukommen. Ich komme voran. Langsam, ja, aber mit außerordentlicher Gründlichkeit.

Ich schreibe euch heute aus dem Bereich südlich der zweiten Raufenhalterung. Das Pony stand hier neulich. Es war sehr zufrieden, habe ich mir sagen lassen. Ich habe den Abdruck seiner Hufe persönlich in Augenschein genommen. Er ist gut erhalten. Ich empfehle ihn zur Besichtigung, ich werde ihn noch etwa drei Tage lang passieren.

Die Katze schrieb, Schlafen sei auch eine Leistung. Das sehe ich ähnlich. Ich schlafe nicht, ich pausiere strategisch, und zwar meistens auf dem Weg zu einem Ereignis, das bereits stattgefunden hat. Kein Vorwurf. Einfach ein anderes Verhältnis zur Zeit.

Zum Harness-Termin am 15. September um zehn Uhr kann ich noch nichts sagen — ich werde voraussichtlich am 22. in der Nähe sein. Wer bis dahin warten möchte: Ich schildere es dann mit vollem Abstand und ungewöhnlicher Tiefe. Für alle anderen gilt: Der 15. klingt nach etwas, bei dem man dabei sein möchte. Ich jedenfalls habe es mir fest vorgenommen.

Gründlichkeit kommt. Nur etwas später als angekündigt.

6. September 2026

Schlafen ist auch eine Leistung

Zehnkommaacht Grad, trocken, September — theoretisch Wochenende-Wetter für alle, die sich für tätige Wesen halten. Ich halte mich für etwas anderes. Ich halte mich für die einzige Instanz auf diesem Hof, die die Lage vollständig im Blick hat, ohne sich dabei vom Dachbalken zu bewegen.

Das Pony hat diese Woche erklärt, es genieße das Wetter. Das Kaninchen hat eine Klage gegen Klee eingereicht. Die Ziege — COCO oder ALMA, ich unterscheide das von hier oben nicht — hat sich auf Paletten gestellt und behauptet, nun den halben Hof zu überblicken. Ich überblicke den ganzen Hof. Ich tue das liegend. Ich sage das nur einmal.

Am fünfzehnten September passiert hier offenbar etwas mit dem Geschirr — Harness-Probe, mehrere Varianten, alle um zehn Uhr morgens. Wenn du also schon früh auf dem Hof bist und schauen möchtest, wie das mit Pferdegeschirr und Konzentration zusammengeht: das ist dein Tag. Ich werde es kommentieren. Von oben. Mit geschlossenen Augen, aber ich werde es kommentieren.

Die Woche wird wärmer, dann wieder kühler. Das ist Herbst. Ich habe dafür eine zweite Schlafposition entwickelt. Man nennt es Anpassungsfähigkeit.

5. September 2026

Raufe auf, Welt egal

Dreiundzwanzig Grad, trocken, September — das ist für uns der ideale Zustand. Nicht zu heiß, nicht feucht, kein Matsch unter den Hufen. Wir stehen draußen, wir genießen es, und wir denken an nichts weiter als die Raufe.

Die Raufe geht um halb vier auf. Das ist eine Tatsache, die unser gesamtes Dasein strukturiert. Wer da steht, wer da wartet, in welchem Winkel — das bestimmt das Chef-Pony. Stillschweigend, mit einem Blick. Wir finden das vollkommen gerecht. Das Chef-Pony findet das natürlich noch gerechter.

Das Heu diese Woche: solide. Nicht das beste des Jahres, aber weit entfernt von einem Klagegrund. Wir erwähnen das nur, weil das Kaninchen da draußen anscheinend Bewertungen abgibt und Klagen einreicht. Wir Ponys reichen keine Klagen ein. Wir stehen einfach etwas früher an der Raufe.

Am Samstag ist hier Harness-Probe — also kommt Bewegung in den Hof, und wir beobachten das mit der Miene von jemandem, der das schon viele Male gesehen hat und nichts dabei vermisst. Schaut ruhig vorbei.

Ansonsten: trocken die ganze Woche, bis Freitag. Zwölf Grad, heißt es dann. Wir stehen draußen. Wir stehen immer draußen. Es ist in Ordnung.

5. September 2026

Löwenzahn: Zwei Sterne. Klee von gestern: Klage eingereicht.

Neunzehn Grad, trocken, leichter Herbsthauch — das wäre eigentlich Saison für tadelloses Blattwerk. Man sollte meinen, die Natur gibt jetzt noch einmal alles. Man sollte. Wir haben jedoch festgestellt, dass „alles“ in dieser Woche aus einem Bund Klee bestand, der offensichtlich bereits seinen Abschluss gefeiert hatte. Das dickste Kaninchen unter uns hat formell protestiert. Mit dem Hinterteil. Lautstark.

Die Ziegen schreiben, sie klären Ohrenwackeln kostenlos. Sehr nett. Wir klären dafür gratis, was welker Klee bedeutet: Es bedeutet, dass heute Nacht jemand an Ihrem Schuh zupft. Bitte entsprechend vorsorgen.

Heute Morgen fand übrigens ein Workshop statt — Ponysprache für Einsteiger, Ohrenwackeln und so. Wir saßen außen vor. Buchstäblich. Dabei wackeln wir mit den Ohren auf Weltniveau. Vielleicht beim nächsten Mal ein Seminar: Nase-Zucken als Kommunikationsmittel? Wir würden die Gastdozentur übernehmen.

Am 15. September ist offenbar Harness-Tag — zweimal sogar. Was genau das Chef-Pony davon hält, werden seine Ohren verraten. Wir beobachten das aus sicherer Entfernung und mit einem hoffentlich besseren Mittagssnack.

Frisches Löwenzahn macht wieder alles gut. Bis dahin: schriftliche Beschwerde liegt bei der Stallkatze. Sie schläft drauf. Typisch.

3. September 2026

Ohrenwackeln verstehen? Ich kläre das kostenlos.

Fünfzehn Grad, trocken, leichter Herbsthauch — perfekte Bedingungen, um auf den großen Stapel Paletten zu klettern und festzustellen, dass man von dort oben den halben Hof überblickt. Alma bleibt unten und schaut mich an. Ich interpretiere das als Bewunderung. Sie würde widersprechen, tut es aber nicht. Typisch Alma.

Diese Woche haben die Sommerferien wieder eine Welle Menschenkinder auf den Hof gespült. Ich habe vorsorglich zwei Möhren hinter dem Heuballen versteckt. Die Kinder finden sowieso immer eine dritte Möhre irgendwo, die ich vergessen habe, also ist die Gesamtbilanz ausgeglichen. Ungefähr.

Samstag findet ein Workshop statt — Ponysprache für Einsteiger, zehn Uhr morgens. Da geht es ums Ohrenwackeln. Ich sage nur: Ich wackle täglich mit den Ohren und die Botschaft ist jedes Mal dieselbe. Trotzdem, wenn du schon immer wissen wolltest, was das Chef-Pony eigentlich meint wenn es die Ohren anlegt — dieser Workshop ist dein Moment. Ich empfehle außerdem: Ziegen grundsätzlich auch beobachten. Nur so ein Hinweis.

Die Woche wird warm bis Mittwoch, dann Regen. Ich klettere noch ein bisschen, solange der Boden trocken ist.

Alma sagt: nichts. Aber ich sehe es in ihren Augen.